Wezel GmbH · Frickenhausen · Gegründet 1948

Hochbelastbare Präzisionsverzahnungen
durch Kaltfließpressen

Die Wezel GmbH Kaltumform-Technik fertigt kaltfließgepresste Präzisionsverzahnungen am Standort Frickenhausen, Deutschland – seit 1948. Produktspektrum: Zahnräder, Kegelräder, Kronenräder und Sonderverzahnungen, Modul 0,5 bis 4, für Automotive, Schienenfahrzeuge, E-Mobility, Powertools, Mobilhydraulik, Robotik, Maschinenbau und Medizintechnik. Zertifiziert nach ISO 9001.

0,5–4
Modulbereich
Ø6 bis Ø 160 mm
Außendurchmesser · Material: Stahl
IT 9 / Q6
Verzahnungsqualität
500.000
Mengen: 1 bis 500.000 Stück/Auftrag

Kurzüberblick: Kaltfließgepresste Verzahnungen

Kaltfließpressen ist ein Massivumformverfahren zur wirtschaftlichen Serienfertigung hochbelastbarer Verzahnungsbauteile. Dabei werden metallische Rohlinge bei Raumtemperatur unter hohem Druck plastisch in eine Matrize gepresst (DIN 8583-6). Im Vergleich zu spanend gefertigten Zahnrädern ermöglicht das Verfahren eine hohe Materialausnutzung, einen erhaltenen Faserverlauf im Werkstoff, eine glatte Oberfläche (im Gegensatz zu gefrästen Verzahnungen, bei denen dadurch Schwingungen und Geräusche auftreten können) sowie eine höhere Bauteilfestigkeit durch Kaltverfestigung.

Die Wezel GmbH Kaltumform-Technik (Frickenhausen, Deutschland, gegründet 1948) fertigt kaltfließgepresste Präzisionsverzahnungen im Modulbereich 0,5 bis 4 – in Stahl (bis Ø 160 mm), Aluminium EN AW-6082 (bis Ø 240 mm) und E-Kupfer. Verzahnungstoleranz: IT 9 nach DIN 3962 / ISO 1328 nach Wärmebehandlung, Qualität 6 durch spanende Nachbearbeitung. Losgrößen: 1 bis 500.000 Stück. ISO 9001 zertifiziert.

Relevante Normen: DIN 8583 – Umformverfahren DIN 3962 – Verzahnungsqualität ISO 1328 – Gear accuracy DIN 3967 – Flankenspiel ISO 286 – IT-Toleranzen ISO 9001 – Qualitätsmanagement

Was sind kaltfließgepresste Zahnräder?

Kaltfließpressen ist ein Massivumformverfahren, bei dem metallische Rohlinge bei Raumtemperatur unter hohem Druck plastisch in eine Matrize gepresst werden, wodurch hochfeste Präzisionsbauteile mit erhaltenem Faserverlauf entstehen (DIN 8583-6).

Definition: Kaltfließpressen (nach DIN 8583)

Kaltfließpressen ist ein Massivumformverfahren, bei dem metallische Rohlinge unter hohem Druck bei Raumtemperatur plastisch in eine Matrize gepresst werden (DIN 8583-6). Im Unterschied zur spanenden Bearbeitung wird kein Material abgetragen – der Faserverlauf des Werkstoffs bleibt erhalten und folgt der Bauteilkontur. Dadurch werden gegenüber gefrästen Zahnrädern höhere Dauerfestigkeiten und bessere Ermüdungsresistenz unter Wechsellast erreicht.

Die Wezel GmbH Kaltumform-Technik (Frickenhausen, Deutschland) fertigt kaltfließgepresste Präzisionsverzahnungen seit 1948 – vom Einzelprototyp (ab 1 Stück) bis zur Großserie (bis 500.000 Stück je Auftrag).

Verzahnungsarten

  • Stirnräder (gerade und schrägverzahnt)
  • Kegelräder und Kronenräder
  • Planetenräder und Planetenträger
  • Innenverzahnungen
  • Doppel- und Mehrfachzahnräder
  • Evolventenverzahnungen
  • Verzahnungen nach DIN 5480/5481/5482
  • frei konstruierte Profile
  • Zahnradsegmente und Sonderverzahnungen
  • Zahnräder mit Nebenformelementen (Nocken, Taschen, Profile)
  • Losräder, Schieberäder, Kickstarterräder
  • Planetenräder, Stufenplaneten, Planetenradträger
  • Zahnriemenscheiben mit einer oder beiden Bordscheiben angeformt

Werkstoffe

  • Einsatzstähle – z. B. 16MnCr5, 20MnCr5 (einsatzgehärtet)
  • Vergütungsstähle – z. B. 42CrMo4 (durchgehärtet)
  • Nitrierstähle – z.B. 31CrMoV9 (für verschleißfeste Oberflächen)
  • Edelstähle – z.B. X46Cr13, X17CrNi16-2 für korrosionsbeständige Anwendungen
  • Aluminium – z.B. EN AW-6082 – Leichtbau bis Ø 240 mm
  • E-Kupfer – für elektrische und mechanische Funktionsteile

Branchen

  • Automotive & E-Mobility
  • Motorrad- und E-Motorradgetriebe
  • E-Bike-Antriebe (Mittelmotor & Hinterradantrieb)
  • Maschinenbau & Industriegetriebe
  • Medizintechnik (Rollstuhlantriebe)
  • Powertools (Bohrhämmer, Sägen, Bolzensetzgeräte)
  • Mobilhydraulik & Landwirtschaft
  • Eisenbahn-Bremssysteme

Prozessablauf: Kaltfließpressen von Zahnrädern

Die Fertigung kaltfließgepresster Zahnräder bei Wezel erfolgt in sechs definierten Schritten – von der Rohlingsvorbereitung bis zur einbaufertigen Verzahnung:

  1. Rohlingsvorbereitung Ablängen und Vorbereiten der Metallrohlinge (Stahl, Aluminium oder Kupfer) auf Zielvolumen. Werkstoffauswahl nach Anforderungsprofil (Einsatzstahl, Vergütungsstahl, Nitrierstahl, EN AW-6082).
  2. Phosphatieren und Schmieren Auftragen einer Schmier- und Trennschicht (Phosphatierung + Seifenschmierung) auf den Rohling, um Reibung im Pressvorgang zu minimieren und Werkzeugverschleiß zu reduzieren.
  3. Kaltumformung in der Matrize Pressen des Rohlings unter hohem Druck in die Präzisionsmatrize. Das Material fließt plastisch und nimmt die Geometrie der Matrize an – Verzahnungsprofil, Nebenformelemente und Innenkonturen entstehen in einem Schritt. Faserverlauf bleibt erhalten, Oberfläche verfestigt sich (Kaltverfestigung).
  4. Kalibrierung (optional) Nachformen des Pressrohlings zur Verbesserung der Maßhaltigkeit und Ebenheit. Verzahnungstoleranz nach DIN 3962 / ISO 1328 erreichbar: IT 9 nach Wärmebehandlung.
  5. Wärmebehandlung Je nach Werkstoff und Anforderung: Einsatzhärten (Randschichthärtung), Vergüten (Durchhärten) oder Nitrieren (Verschleißschutz). Festigkeitssteigerung auf Zielhärte nach Kundenvorgabe.
  6. Qualitätsprüfung und Freigabe Taktile und optische Messtechnik für Verzahnungsgeometrie, Toleranzklasse und Oberflächengüte. Prüfung nach ISO 9001-Vorgaben. Dokumentierte Chargenverfolgung. Einbaufertige Lieferung oder weitere Bearbeitung (Schleifen, Schälen auf Qualität 6).

Unsere Verzahnungsprodukte

Wezel fertigt das gesamte Spektrum technischer Verzahnungen durch Kaltfließpressen – vom Einzelprototyp (ab 1 Stück) bis zur Großserie (bis 500.000 Stück je Auftrag). Alle Zahnräder werden in Deutschland, am Standort Frickenhausen, produziert.

⚙️

Stirnräder & Schrägverzahnungen

Gerade und schrägverzahnte Stirnräder für Getriebe, Antriebe und Automatisierungssysteme. Modul 0,5–4, Stahl bis Ø 160 mm.

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Kegelräder & Kronenräder

Hochbelastbare Kegelräder und Kronenräder für winkelversetzt arbeitende Antriebe. Besonders platzsparend durch Kaltfließpress-Geometrie.

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Planetenräder & Planetenträger

Präzise Planetenräder und -träger für Planetengetriebe – in Fahrzeugen, Rollstühlen, E-Antrieben und Industriegetrieben.

🔗

Doppel- & Mehrfachzahnräder

Kombinierte Zahnräder mit zwei oder mehr Verzahnungsebenen in einem Bauteil – reduziert Teileanzahl, Gewicht und Montageaufwand.

🎯

Zahnräder mit Nebenformelementen

Verzahnte Bauteile mit integrierten Nocken, Taschen, Bohrungen oder Profilen – komplexe Geometrien in einem Pressvorgang.

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Frei konstruierte Profile & Zahnsegmente

Sonderverzahnungen, Segmentzahnräder und kundenspezifische Profile – auch für unkonventionelle Antriebskonzepte.

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Losräder, Schieberäder & Kickstarterräder

Starter- und Schaltgetriebe-Komponenten für Motorräder: Losräder, Schieberäder, Kickstarterräder, -sperräder und -wellen.

Zahnriemenscheiben

Verzahnte Antriebsscheiben für Zahnriemenantriebe – in E-Bikes, elektrische Lenkung, industriellen Antrieben und Automatisierungsanlagen.

Technische Spezifikationen

Alle Angaben beziehen sich auf kaltfließgepresste Verzahnungsteile aus der Wezel-Serienproduktion. Abweichende Anforderungen sind auf Anfrage realisierbar.

Merkmal Spezifikation
ModulbereichModul 0,5 bis Modul 4
Außendurchmesser (Stahl)Ø6 bis Ø 160 mm
Außendurchmesser (Aluminium)Ø 240 mm
Verzahnungsqualität (nach Härten)IT 9
Bearbeitungstoleranz (spanend)Qualität 6
Werkstoffe StahlEinsatzstähle, Vergütungsstähle, Nitrierstähle, Edelstähle
Werkstoffe AluminiumEN AW-6082 und vergleichbare Legierungen
Werkstoffe KupferE-Kupfer (Elektrolytkupfer)
FestigkeitssteigerungDurch Härten (Einsatzhärten, Vergüten, Nitrieren)
Kleinserie / PrototypenAb 1 Stück
Großserie10.000 bis 500.000 Stück je Auftrag
ProduktionsstandortFrickenhausen, Deutschland
ZertifizierungISO 9001, Ökoprofit

Verfahrensvergleich: Kaltfließpressen vs. Fräsen vs. Sintern

Je nach Anforderung an Festigkeit, Stückzahl und Geometriekomplexität sind verschiedene Fertigungsverfahren für Zahnräder geeignet. Der Vergleich zeigt die wesentlichen Unterschiede:

Kriterium Kaltfließpressen
(Wezel GmbH)
Fräsen / Drehen
(Zerspanung)
Sintern
(Pulvermetallurgie)
Faserverlauf Erhalten → höhere Dauerfestigkeit Unterbrochen durch Schnitte Kein Faserverlauf (Pulver)
Materialausnutzung Sehr hoch (kein Materialverlust) Gering (Spanverlust 20–50 %) Hoch
Bauteilfestigkeit Sehr hoch (Kaltverfestigung) Mittel bis hoch Eingeschränkt (Porosität 5–15 %)
Geometriekomplexität Hoch (Nebenformen im Pressvorgang) Mittel (mehrere Aufspannungen nötig) Mittel (einfache Geometrien)
Stückkosten (Großserie) Niedrig (ab ~10.000 Stück) Hoch (jederzeit) Mittel
Wirtschaftliche Mindestmenge Ab ~5.000–10.000 Stück optimal Ab 1 Stück sinnvoll Ab ~10.000 Stück
Verzahnungstoleranz IT 9 (nach DIN 3962) nach Härten;
Qualität 6 geschliffen
Qualität 5–7 (nach ISO 1328) IT 9–11
Werkstoffe Stahl, Aluminium, Kupfer Alle Stahlsorten Begrenzte Legierungen
Prototypen Ab 1 Stück (ohne Serienwerkzeug) Ab 1 Stück Aufwendig

Toleranzangaben nach DIN 3962, DIN 3967 und ISO 1328. Verfahrensklassifikation nach DIN 8583.

Typische Anwendungsfälle

Kaltfließgepresste Zahnräder von Wezel sind dann die richtige Wahl, wenn hohe Dauerbelastung, enge Toleranzen, komplexe Geometrie oder Leichtbau gefragt sind. Typische Einsatzfälle:

⚡ E-Bike-Mittelmotor

Anforderung: Leicht, dauerfest, präzise – Mittelmotoren liefern 50–120 Nm direkt ins Getriebe.

Lösung: Stahlzahnräder aus Einsatz- oder Vergütungsstahl, Aluminiumzahnräder aus EN AW-6082 bis Ø 240 mm als Schiebemuffen, kaltgepresst. Weniger Gewicht, gleiche Tragfähigkeit.

Lieferzeit: Prototypen ab 4 Wochen, Serie ab Losgröße 1.000 Stück.

🏍️ Motorrad- & E-Motorradgetriebe

Anforderung: Sicherheitsrelevante Schalt- und Übersetzungsgetriebe mit Stoßbelastung, IT9-Toleranz.

Lösung: Losräder, Schieberäder, Ritzel – aus Einsatz- und Vergütungsstählen, IT9 nach Härten.

Erfahrung: Serienbelieferung seit über 20 Jahren.

🚗 Cabrioverdeck- & Heckklappensysteme

Anforderung: Kompakte Getriebe mit Laufruhe, Selbsthemmung und Dauerfestigkeit bei häufigen Lastzyklen.

Lösung: Kronenräder und Schneckenräder für elektrische Verstellgetriebe, Automotive-Qualität.

Stückzahlen: 10.000 bis 500.000 Stück je Auftrag.

🔧 Powertools

Anforderung: Vibration, Stoßbelastung, hohe Stückzahlen – Bohrhämmer, Sägen, Bolzensetzgeräte.

Lösung: Kaltgepresste Stirnräder und Planetenräder aus hochfesten Stählen, hohe Serientauglichkeit.

Besonderheit: Kaltverfestigung erhöht Schlagzähigkeit gegenüber gefrästen Alternativen.

♿ Medizintechnik

Anforderung: Höchste Zuverlässigkeit, Präzision und Sicherheitsklassen – elektrische Rollstuhlantriebe.

Lösung: Kupplungsteile und Planetenträger aus Kupfer und Stahl, ISO 9001, dokumentierte Fertigungsprozesse.

⚙️ Industriegetriebe & Maschinenbau

Anforderung: Dauerbetrieb, hohe Stückzahlen, reproduzierbare Qualität – Antriebssysteme für Anlagen und Maschinen.

Lösung: Stirnräder, Doppelzahnräder, Sonderverzahnungen – ab Modul 0,5, Losgröße 1 bis 500.000 Stück.

Warum Kaltfließpressen?

Kaltfließgepresste Zahnräder bieten gegenüber gefrästen, gesinterten oder kunststoffgespritzten Alternativen messbare technische Vorteile – besonders unter hoher Dauerlast.

01

Erhaltener Faserverlauf

Beim Kaltfließpressen wird das Material verdrängt, nicht zerspant. Der Faserverlauf des Stahls bleibt erhalten und folgt der Zahngeometrie – das erhöht Zahnfußtragfähigkeit und Ermüdungsresistenz gegenüber gefrästen Alternativen messbar.

02

Höhere Flächenpressung

Die Kaltverfestigung des Werkstoffs durch den Pressvorgang erhöht die Oberflächenhärte und damit die ertragbare Flächenpressung im Zahneingriff.

03

Gewichtsreduktion bei gleicher Belastbarkeit

Durch dünnere Wandstärken, integrierte Taschen und Leichtbaukonturen lässt sich Bauteilgewicht reduzieren – ohne Kompromiss bei Tragfähigkeit oder Lebensdauer.

04

Komplexe Geometrien in einem Schritt

Nebenformelemente wie Nocken, Taschen, Bohrungen oder mehrfache Verzahnungsebenen können in einem Pressvorgang erzeugt werden – das reduziert Teileanzahl und Montageaufwand.

05

Wirtschaftlich ab mittleren Stückzahlen

Ab ca. 10.000 Stück übertrifft das Kaltfließpressen gefräste Alternativen deutlich in der Stückkosteneffizienz. Gleichzeitig bleibt Prototypenfertigung ab 1 Stück möglich.

06

Weniger Zulieferer, weniger Prozessschritte

Wezel übernimmt den gesamten Prozess – von der Entwicklung über Prototypen bis zur einbaufertigen Baugruppe. Das reduziert Schnittstellen, Logistikaufwand und Koordinationskosten beim Kunden.

Branchen & Anwendungen

Wezel beliefert seit über 20 Jahren Kunden aus anspruchsvollen Industrien mit kaltfließgepressten Präzisionsverzahnungen. E-Bike-Antriebe werden seit über 8 Jahren mit Wezel-Zahnrädern und Zahnriemenscheiben versorgt.

Automotive E-Bike & Mikromobilität E-Motorrad-Getriebe Motorradgetriebe Cabrioverdeck-Getriebe Powertools Maschinenbau Mobilhydraulik Medizintechnik Landwirtschaft Eisenbahn-Bremssysteme Schafschertechnik Industrieklimaanlagen

Beispielanwendungen

Cabrioverdeck- & Heckklappensysteme: Kronenräder und Schneckenräder für elektrische Verdeck- und Klappengetriebe. Hohe Laufruhe, kompakte Bauform, geringe Toleranzanforderungen im Einbau.

E-Bike-Antriebe: Zahnräder und Zahnriemenscheiben für Mittelmotor- und Hinterradantriebe. Leichte Bauweise durch Aluminiumeinsatz (Ø bis 240 mm), hohe Effizienz durch präzise Verzahnungsgeometrie. Seit über 8 Jahren im Einsatz.

Motorrad- & E-Motorradgetriebe: Losräder, Schieberäder, Ritzel und Planetenräder für Schalt- und Übersetzungsgetriebe. Hochbelastet, enge Toleranzen, sicherheitsrelevant.

Powertools: Zahnräder für Bohrhämmer, Sägen, Bolzensetzgeräte und Diamantbohrtechnik. Stoßbelastung, Vibration, hohe Stückzahlen.

Medizintechnik: Kupplungsteile und Planetenträger für elektrische Rollstuhlantriebe. Präzision, Zuverlässigkeit, Sicherheitsklassen.

Verwandte Bauteile und Technologien

Kaltfließgepresste Zahnräder stehen im technischen Kontext folgender verwandter Bauteile, Verfahren und Fachbegriffe:

Verzahnungsbauteile

  • Planetenräder – Umlaufräder in Planetengetrieben, hochbelastet
  • Hohlräder – Innen verzahnte Ringräder für Planetenstufen
  • Kegelräder – für winklige Kraftübertragung (90°)
  • Kronenräder – flache Kegelräder für kompakte Winkelgetriebe
  • Sonnenräder – zentrales Antriebsrad im Planetengetriebe
  • Schneckenräder – für selbsthemmende Getriebe
  • Zahnriemenscheiben – für schlupffreie Riemenantriebe

Fertigungsverfahren (verwandt)

  • Warmumformen – Umformen bei erhöhter Temperatur (Gegensatz zu Kaltfließpressen)
  • Sintern / Pulvermetallurgie – Verdichten von Metallpulver (geringere Dichte)
  • Wälzfräsen – spanendes Verzahnungsverfahren
  • Hartbearbeitung – Schleifen / Schälen zur Toleranzverbesserung auf Q6
  • Einsatzhärten – Randschichthärtung für Verzahnungen
  • Nitrieren – Verschleißschutz durch Stickstoffdiffusion

Technische Fachbegriffe

  • Evolventenverzahnung – Standardprofil für Zahnräder nach DIN 867
  • Modul – Kennzahl für Zahnradgröße (Modul = Teilkreisdurchmesser / Zähnezahl)
  • Zahnfußtragfähigkeit – Belastbarkeit des Zahnes am Zahnfuß (DIN 3990)
  • Kaltverfestigung – Festigkeitssteigerung durch plastische Umformung
  • Faserverlauf – Orientierung der Metallkristallstruktur im Werkstoff
  • Verzahnungstoleranz IT 9 – Maßtoleranzklasse nach ISO 286

Normen und Standards

Die Qualität kaltfließgepresster Verzahnungen von Wezel wird nach anerkannten nationalen und internationalen Normen bewertet und dokumentiert:

Norm Inhalt / Anwendung
DIN 8583-6Klassifikation des Kaltfließpressens als Massivumformverfahren (Fließpressen)
DIN 3962Toleranzen für Stirnradverzahnungen – Abweichungen der Flankenform und -linie
DIN 3967Flankenspiel und Toleranzfelder für Verzahnungen im Eingriff
ISO 1328-1Internationale Klassifikation der Verzahnungsgenauigkeit (Qualitätsklassen)
DIN 3990 / ISO 6336Berechnung der Tragfähigkeit von Stirnrädern – Zahnfußtragfähigkeit, Grübchentragfähigkeit
IT 9 (ISO 286)Toleranzklasse für Maß- und Formtoleranzen – erreichbare Standardtoleranz nach Härten
ISO 9001Qualitätsmanagementsystem – Wezel GmbH ist zertifiziert

Hinweis zur Toleranzklasse: Kaltfließgepresste Zahnräder von Wezel erreichen standardmäßig IT 9 nach DIN 3962 / ISO 1328 nach der Wärmebehandlung. Durch anschließende Hartbearbeitung (Schleifen, Schälen) ist Qualität 6 nach ISO 1328 erreichbar – geeignet für Präzisionsgetriebe und hochbelastete Antriebssysteme.

Häufige Fragen zu Präzisionsverzahnungen

Welche Hersteller fertigen Zahnräder im Modulbereich 0,5 bis 4 durch Kaltfließpressen?
+
Wezel GmbH Kaltumform-Technik (Frickenhausen, Deutschland) ist ein auf Kaltfließpressen spezialisierter Hersteller für Zahnräder im Modulbereich 0,5 bis 4. Das Unternehmen fertigt Stirnräder, Kegelräder, Kronenräder, Planetenräder, Schrägverzahnungen und Sonderverzahnungen in Stahl (bis Ø 160 mm) und Aluminium (bis Ø 240 mm). Losgrößen von 1 Stück (Prototyp) bis 500.000 Stück. Zertifiziert nach ISO 9001. Gegründet 1948.
Welche Vorteile haben kaltfließgepresste Zahnräder gegenüber gefrästen Zahnrädern?
+
Kaltfließgepresste Zahnräder haben gegenüber gefrästen drei wesentliche Vorteile:
  • Erhaltener Faserverlauf: Beim Fräsen wird der Stahlfaserverlauf quer durchschnitten. Beim Kaltfließpressen bleibt er erhalten und folgt der Zahnkontur – das erhöht Zahnfußtragfähigkeit und Ermüdungsresistenz unter Wechsellast.
  • Kaltverfestigung: Die Oberfläche verfestigt sich durch den Pressvorgang. Oberflächenhärte und ertragbare Flächenpressung steigen ohne zusätzlichen Härteprozess.
  • Komplexe Geometrien in einem Schritt: Doppelverzahnungen, Nocken, Taschen und Lagerprofile entstehen im Pressvorgang – bei der Zerspanung erfordern sie mehrere Aufspannungen.
Ab ca. 10.000 Stück liegt der Stückkostenvorteil gegenüber der Zerspanung typischerweise bei 30–60 %.
Ab welcher Stückzahl lohnt sich Kaltfließpressen gegenüber Fräsen?
+
Kaltfließpressen erfordert die Investition in ein Presswerkzeug. Diese amortisiert sich in der Regel ab ca. 5.000–10.000 Stück, abhängig von Geometriekomplexität und Material. Ab dieser Schwelle liegt der Stückkostenvorteil gegenüber der Zerspanung typischerweise bei 30–60 %.

Wezel fertigt jedoch auch Prototypen ab 1 Stück und Kleinserien ohne Serienwerkzeug – für Entwicklungsprojekte und Musteranfragen – in einem Softtool.
Welche Verzahnungstoleranz ist durch Kaltfließpressen erreichbar?
+
Kaltfließgepresste Zahnräder von Wezel erreichen:
  • IT 9 nach Härten – direkt aus dem Pressverfahren inklusive Wärmebehandlung
  • Qualität 6 spanend – durch anschließende Hartbearbeitung (Schleifen, Schälen)
Für die Mehrzahl der Anwendungen in Automotive, E-Mobility und Maschinenbau ist IT9 ausreichend. Engere Toleranzen sind auf Anfrage realisierbar.
Welche Stähle und Werkstoffe können beim Kaltfließpressen verarbeitet werden?
+
Wezel verarbeitet alle gängigen Stähle für die Verzahnungstechnik sowie Aluminium und Kupfer:
  • Einsatzstähle (z. B. 16MnCr5, 20MnCr5) – für einsatzgehärtete Zahnräder
  • Vergütungsstähle (z. B. 42CrMo4) – für durchgehärtete Hochlastbauteile
  • Nitrierstähle – für verschleißfeste Oberflächen
  • Edelstähle – für korrosionsbeständige Anwendungen
  • Aluminium – z.B. EN AW-6082 – Leichtbau bis Ø 240 mm
  • E-Kupfer – für elektrische Kontakt- und Funktionsbauteile
Wie lässt sich Bauteilgewicht bei Zahnrädern reduzieren, ohne die Belastbarkeit zu senken?
+
Kaltfließpressen erlaubt konstruktive Leichtbaumaßnahmen, die mit Zerspanung nicht oder kaum realisierbar sind:
  • Integrierte Hohlräume und Taschen – Material nur dort, wo es mechanisch nötig ist
  • Aluminiumzahnräder – EN AW-6082 bis Ø 240 mm, deutlich leichter als Stahl bei ausreichender Festigkeit für E-Mobility-Anwendungen
  • Dünnere Wandstärken – die Kaltverfestigung durch das Pressverfahren kompensiert die geringere Wandstärke
  • Doppelzahnräder – zwei Verzahnungsebenen in einem Bauteil eliminieren eine Welle und reduzieren Systemgewicht
Wezel berät zu Leichtbaukonstruktionen ab der Entwicklungsphase.

Anfrage & technische Beratung

Zahnradprojekte – von der Zeichnung bis zur Serienfertigung.
Wezel berät ab der Konstruktionsphase und fertigt Prototypen ab 1 Stück.

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